Avena sativa Globuli

Auch bekannt als Echter Hafer

Avena sativa gehört zur Familie der Süßgräser. Er wird in allen Getreideländern der Welt angebaut. Für die Herstellung des homöopathischen Arzneimittels werden die frischen, blühenden Pflanzen genutzt. Diese enthalten Avenarin, Vitamine, Chinon, Guanin, Cholin, Hypoxanthin, Raevulosane und Albuminoide.

Anwendung von Avena sativa

Avena sativa Globuli haben eine Auswirkung auf das Zentralnervensystem. Dieser Effekt ist vergleichbar mit der Wirkung von barbiturathaltigen Schlafmitteln, ohne dass deren Nebenwirkungen auftreten. Die Globuli wirken auf den Patienten entspannend, stimmungsaufhellend, erholend und stärkend. Nervöse und hektische Menschen, die erschöpft, müde und ausgebrannt sind, meist blass aussehen, schlecht schlafen können und unter verschiedenen Süchten leiden, erhalten durch Avena sativa Hilfe.

Erscheinungsbild von Avena sativa

Das homöopathische Arzneimittel wird eingesetzt bei Schlaflosigkeit, nervösem Herzklopfen und körperlichen und seelischen Erschöpfungszuständen. Bei Appetitlosigkeit und Energiemangel, insbesondere nach überstandenen Erkrankungen führt es zur Verbesserung der Beschwerden. Positiv beeinflusst werden Diabetes mellitus und Verstopfung. Ängstlichkeit und Unsicherheit nehmen ab. Kopfschmerzen und andere Schmerzen, die vielfach im Zusammenhang mit Stress und Überlastung auftreten, bessern sich unter der Therapie. Als Zusatzmittel bei Nikotinentwöhnung und Opiatentziehungskuren leistet Avena sativa hilfreiche Dienste. Interessant sind ebenfalls seine reizmildernden, emtzündungshemmenden, juckreizstillenden und haarverbessernden Wirkungen. Zeigt sich nicht innerhalb einer kurzen Zeit die Tendenz zur Besserung der Beschwerden, sollte zunächst vom Einsatz des Mittels abgesehen werden und eine weiterführende Diagnostik erfolgen, da auch Erkrankungen der Schilddrüse und Depressionen ähnliche Symptome zeigen können. Danach erfolgt die Entscheidung, ob Avena sativa allein ausreichend ist oder ob es mit anderen Mitteln oder Therapieverfahren kombiniert werden sollte.

Darreichungsformen von Avena sativa

Avena sativa wird als Mittel zwischen Homöopathie und Pflanzenheilkunde beschrieben, da es meist in der Urtinkur und niedrigen Potenzen eingesetzt wird. Bei nervösen Erschöpfungszuständen nimmt der Patient drei mal täglich fünf bis zehn Globuli der Urtinktur oder Potenz D3. Bei Schlaflosigkeit, leichtem oder unruhigem Schlaf werden vorm Zubettgehen zehn bis 15 Globuli der Urtinktur oder Potenz D3 eingenommen. Energielosigkeit und Übermüdung in der Rekonvaleszenzphase nach Erkrankungen bessern sich bei der Gabe von drei mal täglich zehn Globuli der Potenz D3. Fünf Globuli Avena sativa jweils vor den Mahlzeiten helfen bei Appetitlosigkeit nach Erkrankungen, bei Magenverstimmungen und Essstörungen. Wird das Präparat unterstützend bei der Nikotinentwöhnung oder Opiatentziehungskur verwendet, empfiehlt sich drei bis fünf mal täglich die Einnahme von je fünf Globuli der Urtinktur oder Potenz D2. Ängstliche und nervöse Kinder erhalten drei mal täglich Globuli in der Potenz D3. Dabei wird jeweils ein Globuli pro Lebensjahr eingenommen. Um die Wirkung der Avena sativa Globuli nicht abzuschwächen, sollten stark riechende ätherische Öle, Kaffee, eine Bachblütenbehandlung und Akupunktur während dieser Zeit vermieden werden.