Tipps zum Anlegen eines Heil-Kräutergartens

Die beste Voraussetzung für das Gedeihen der meisten Kräuter ist ein sonniger und windgeschützter Standort. Fast alle Kräuter lieben einen lockeren Gartenboden. Entsprechend muss die Pflanzenauswahl getroffen werden, beziehungsweise der Boden des Pflanzenplatzes den Ansprüchen der Pflanzenauswahl angepasst werden. Das Anbauen von Kräutern macht außerdem viel Spaß und man weiß, dass diese selbst geernteten Pflanzen garantiert nicht mit diversen Schadstoffen belastet sind.

Frische Kräuter begeistern nicht nur Hobbyköche, zumal viele eine gesundheitsfördernde Wirkung haben oder sich als Heilkräuter gegen diverse Gebrechen verwenden lassen. Kräuter mögen nur eine sehr sparsame Düngung. Kräuter, wie Beifuss, mögen überhaupt keinen Dünger. Kräuter mit einem hohen Anteil an ätherischen Ölen, wie Thymian, entwickeln auf stickstoffreichen Böden weniger Aromastoffe.

Sie sollten bei der Planung als Hauptaugenmerk überlegen, wofür Sie die Kräuter benötigen. Für die Küche? Als Duftgarten? Als Heilgarten?

Verwendungsbeispiele:

  • als Küchen- und Gewürzkräuter, welche zur Verbesserung des Essens beitragen
  • das erste Mittel der Wahl, um kleinere Beschwerden zu lindern (als unterstützende Maßnahme)
  • im Gemüse- und Obstgarten als „biologischer“ Pflanzenschutz
  • im Rahmen der Mischkultur
  • in der Kosmetik (für Bäder und Salben)
  • als Duftträger
  • als Tee
  • als Bienenweide
  • zur Beeteinfassung

Beachten Sie bitte immer, dass Kräuter niemals den Gang zum Arzt ersetzen.

Tipp 1: Kräuterbeete mit Buchshecken einrahmen, sieht optisch sehr gut aus, trennt von anderen Gartenbereichen und bietet zusätzlichen Schutz.

Tipp 2: Überschüssiges bei besonders großer Kräuterernte einfach einfrieren oder trocknen, so hat man auch in der kalten Jahreszeit genügend Kräuter aus eigener Ernte.

Tipp 3: Viele Kräuter sind mehrjährig (Lavendel, Salbei, Schnittlauch und Pfefferminze), oder säen sich oft selbst aus (Dill), einige lassen sich auch durch Teilung des Wurzelstocks vermehren (Liebstöckel=Maggikraut). So braucht man diese Pflanzen nicht jedes Jahr neu kaufen oder säen – das schont den Geldbeutel.

Tipp 4: Pflanzen sie duftende Kräuter, wie Lavendel, Kamille, Minze, Rosmarin und Basilikum in die Nähe von Sitzplätzen.

Tipp 5: Die meisten Kräuter wollen viel Sonne, aber einige Wenige gedeihen auch im Schatten, wie Bärlauch, Gartenkresse und Waldmeister. Halbschatten vertragen Pfefferminze, Petersilie, Kerbel, Borretsch, Liebstöckel und Salbei.

Tipp 6: Kräuter nicht überdüngen – sonst verlieren sie an Aroma, daher schonend mit Kompost düngen.